Brief an die Menschheit

Brief an die Menschheit

Ich möchte nicht, dass du mit mir auf die Straße gehst und Parolen brüllst. Ich möchte nur, dass du mich tun lässt, was ich für mich für richtig halte. Ich möchte nicht, dass du mit mir protestierst, ich möchte nur, dass du meinen Protest akzeptierst und mich protestieren lässt ohne über mich zu urteilen. Ich möchte nicht, dass wir unbedingt einer Meinung sind. Ich möchte nur, das du meine Meinung so akzeptierst, wie ich auch deine für dich akzeptiere. Ich möchte nicht, dass du versuchst mich zu überzeugen, ich möchte nur, dass du mir zuhörst, so wie ich dir zuhöre, auch wenn wir nicht konform gehen. Ich möchte nicht, dass du mir Gegenargumente lieferst,…

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Yoga- Retreat in Laubach..24.7.-26.7.2020- noch 2 LateBird-Plätze…

10 Menschen, Vogelgezwitscher, Hingabe und pures Dasein. An diesem Wochenende werden wir dem guten Leben auf den Grund gehen. Yoga praktizieren. Frieden finden, Wertschätzung kultivieren und über Horizonte schauen. Werden das Leben feiern. Uns dem hemmungslosen Genuss hingeben. In die Natur eintauchen. Freundschaft mit uns selbst und anderen schließen. Freudvoll, wild und abenteuerlustig.  Freitag: Ankommen Verbindungssritual WillkommensAbendessen YinYogastunde „HappyMetta“ -der Fokus dieser Einheit liegt auf Lösung von Spannung, Öffnung der Hüfte kombiniert mit einer integrierten Metta-Mediatation, die inneren Frieden, Freude und Selbstbewusstsein zu schenken vermag.  Samstag:  MorningShineYoga im Garten Genussvolles vegetarisches Frühstück Zeit  Friede.Freude.Block.  Hier werden wir uns auf den Weg zu den ganz eigenen, individuellen Kraftquellen aufmachen. Werden über Grenzen…

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Ein Tag am Meer oder die Farben des Himmels

Ein Tag am Meer, sanfte Brise, sachte Flut, die ins Land schwappt. Den Sand zerstreut, Muscheln und Treibholz mit sich bringt. Wind, der durch Haare streicht, verwuschelt und neckt. Rauer wird, das Meer aufpeitscht, die Wogen hoch, die Gischt schäumt. Den Strand aufspült, Berg und Tal im Sande zeichnet, die Priele laufen voll und der Strand wird schmal. Sechs Stunden drauf, das Wasser zieht sich zurück, mit ihm dreht sich der Wind und pfeift hinaus gen Horizont. Wo die Sonne versinkt, mit Farben aus Samt, pastellen und sacht den Tag mit sich nehmend. Die Nacht bricht herein, der dunkle Schein spiegelt nur zaghaft im glatter See. Ein Mondhauch zerteilt das…

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Georg- ein Mann und sein Gemüse

Georg- ein Mann und sein Gemüse

  Was macht für dich ein gutes Leben aus? Selbstwirksam leben und arbeiten, im Einklang mit unseren natürlichen Lebensgrundlagen. Was tust du für ein gutes Leben? Das möglichst Richtige im Falschen … Dein Motto des guten Lebens Die Welt, obgleich sie wunderlich, / Ist mehr als gut genug für mich! (W.Busch) Georg Rieck, Mai 2018, Gießen Als vor 40 Jahren eine Tomate, eine Wurst, ein Stück Käse und ein Brot durch Gießen tänzelten, zog mit ihnen auch ein neuer Lebensstil in die Studentenstadt ein. Die Wurzel eines ersten Bioladens verankerte sich rasch. Die Geschichte von Klatschmohn begann in einem 18-Quadratmeter- Hinterzimmer in der Ludwigstraße. Studenten gründeten damals das Kollektiv zur…

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Digital Overload- oder der alltägliche Rausch durch fremde Leben

Kommen wir in modernen Internetzeiten unserem Denken eigentlich noch hinterher? Können wir gute Ideen überhaupt noch aufnehmen? Freunden wirklich zuhören? Inspirationen wirklich zur Inspiration nutzen? Oder taumeln wir nur noch planlos von einer Zerstreuung zur nächsten? Oftmals sicher positiver Natur, dennoch so schnell an uns vorbei, dass deren Umsetzung sich sofort wieder in Luft auflöst? Andere überflüssig, verletzend und fremdbestimmend, so lange vorgegaukelt, bis wir sie als Teil unseres Lebens wahrnehmen? Haben wir wirklich Anteil am Leben von Freunden, welches aus Instagrambildern und Links besteht? Und warum gucken wir überhaupt Menschen beim leben zu, die uns im besten Falle egal, im Schlimmsten sogar verhasst sind? „Stay slow und lebe dein Leben, nicht das…

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Plastikfrei auf dem Wochenmarkt- ein Einkaufsbummel mit Bewusstsein

Unlängst fand ich in einem Supermarkt Bananen- geschält und in viel Plastikfolie wiederverpackt. Absurd, wo die Natur der gelben Krummfrucht doch schon eine praktische Umverpackung mitgegeben hat. Und auch wenn an Ostern die Fastenzeit ja offiziell endet- plastikfrei möchte ich die nächsten Wochen durchs leben gehen. Genug habe ich von Bildern verschmutzter Meere, genug, den wöchentlich anfallenden Plastikmüll zur Tonne zu tragen oder einfach der Unnötigkeit vieler Verpackungen, die einmal benutzt schon wieder im Müll landen. Und so entschließe ich mich als Einstieg für einen plastikfreien Ostereinkauf auf dem Gießener Wochenmarkt. Gründonnerstag soll es grüne Soße geben, Karfreitag natürlich Fisch. Ein bisschen Gemüse und Obst- Brot, Käse und Wurst fürs…

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E wie Edersee- inmitten der grünen Ödnis

Sommergedanken an den Edersee- ein kühlender Sprung ist Wasser, Segeln oder den Surfern beim Wellenreiten zuschauen. Gedanken aus Kindertagen. In diesen Sommern muss man dafür schon recht weit Richtung Staumauer fahren. Denn durch das jährliche Ablassen des Wassers zugunsten der Oberweser muss man das kühle Nass manchmal ganz schön lange suchen. Aber wo was wegfließt, taucht ja bekanntlich auch immer was auf und so findet man in den Sommermonaten zwar im Westen oft kein Wasser, dafür taucht eine ganze Brücke inmitten des Seebeckens auf. Beim Bau des Stausees mussten nämlich die Bewohner der damals entlang der Eder liegenden Dörfer Asel, Berich und Bringhausen ihre Höfe und Häuser verlassen. Diese wurden…

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Auf dem Strohmeyerpfad durch die Vogesen

Schlucht ist irgendwie ein merkwürdiger Ort. Ein Ort, der verlassen und zugleich bewohnt scheint. Der seine hohe Zeit schon ein paar Tage hinter sich hat, aber doch rege atmet, um am Leben zu bleiben. Ein Overt- Schild blinkt an der Bar am Ortseingang, auf der gegenüberliegenden Straßenseite bröckelt ein geschlossenes Hotel dahin. Ein stolzer Bau erzählt von anderen Zeiten. Zeiten, in denen Schlucht wohl noch mehr Glamour des entlegeneren Örtchens tief in den Vogesen anhaftete. Wer sich jedoch trotzdem dort hoch wagt, kann eine Wanderung erleben, die er so schnell nicht wieder vergessen wird. Der „Sentier des Roches“, auch Strohmeyerpfad nach dessen Begründer Oberförster Heinrich Strohmeyer benannt, ist ein exponierter…

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C wie Camping

Was bringt einen dazu, mehrere Wochen im Jahr auf 3,5 Quadratmetern zu leben? Bei Wind und Wetter, Klo wenn vorhanden, mindestens 100 Meter entfernt, zwei Gasflammen, eine Tasche mit Klamotten, Klappstühle und ein Bambustisch. „I won´t do that“ sagte einst ein Freund schaudernd, als ich ihm ein Bild meiner Neuanschaffung zeigte. Ein Miniwohnwagen von 1969, ein so genannter Weferlinger Heimstolz, der einst in der DDR von Trabbis und Wartburgs an die Ostsee gezogen wurde. Komplett aus finnischem Sperrholz gefertigt, mit einem orange- blauen Vorzelt aus schwerer Baumwolle, welches den Wohnraum nochmals um gute 1,5 Zimmer erweitert. Nicht ganz wasserdicht, aber dicht genug, um auch bei Regen ein gutes Essen mit…

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