Taten des guten Lebens

Digital Overload- oder der alltägliche Rausch durch fremde Leben

Kommen wir in modernen Internetzeiten unserem Denken eigentlich noch hinterher? Können wir gute Ideen überhaupt noch aufnehmen? Freunden wirklich zuhören? Inspirationen wirklich zur Inspiration nutzen? Oder taumeln wir nur noch planlos von einer Zerstreuung zur nächsten? Oftmals sicher positiver Natur, dennoch so schnell an uns vorbei, dass deren Umsetzung sich sofort wieder in Luft auflöst? Andere überflüssig, verletzend und fremdbestimmend, so lange vorgegaukelt, bis wir sie als Teil unseres Lebens wahrnehmen? Haben wir wirklich Anteil am Leben von Freunden, welches aus Instagrambildern und Links besteht? Und warum gucken wir überhaupt Menschen beim leben zu, die uns im besten Falle egal, im Schlimmsten sogar verhasst sind? „Stay slow und lebe dein Leben, nicht das…

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Auf dem Strohmeyerpfad durch die Vogesen

Schlucht ist irgendwie ein merkwürdiger Ort. Ein Ort, der verlassen und zugleich bewohnt scheint. Der seine hohe Zeit schon ein paar Tage hinter sich hat, aber doch rege atmet, um am Leben zu bleiben. Ein Overt- Schild blinkt an der Bar am Ortseingang, auf der gegenüberliegenden Straßenseite bröckelt ein geschlossenes Hotel dahin. Ein stolzer Bau erzählt von anderen Zeiten. Zeiten, in denen Schlucht wohl noch mehr Glamour des entlegeneren Örtchens tief in den Vogesen anhaftete. Wer sich jedoch trotzdem dort hoch wagt, kann eine Wanderung erleben, die er so schnell nicht wieder vergessen wird. Der „Sentier des Roches“, auch Strohmeyerpfad nach dessen Begründer Oberförster Heinrich Strohmeyer benannt, ist ein exponierter…

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C wie Camping

Was bringt einen dazu, mehrere Wochen im Jahr auf 3,5 Quadratmetern zu leben? Bei Wind und Wetter, Klo wenn vorhanden, mindestens 100 Meter entfernt, zwei Gasflammen, eine Tasche mit Klamotten, Klappstühle und ein Bambustisch. „I won´t do that“ sagte einst ein Freund schaudernd, als ich ihm ein Bild meiner Neuanschaffung zeigte. Ein Miniwohnwagen von 1969, ein so genannter Weferlinger Heimstolz, der einst in der DDR von Trabbis und Wartburgs an die Ostsee gezogen wurde. Komplett aus finnischem Sperrholz gefertigt, mit einem orange- blauen Vorzelt aus schwerer Baumwolle, welches den Wohnraum nochmals um gute 1,5 Zimmer erweitert. Nicht ganz wasserdicht, aber dicht genug, um auch bei Regen ein gutes Essen mit…

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Konsumfasten- ein Resümee nach vier Wochen

Konsumfasten- ein Resümee nach vier Wochen

„Weniger ist mehr!“ Das ist das große Resümee, welches ich aus vier Wochen Konsumfasten ziehen kann. In den vergangenen vier Wochen habe ich nicht nur nichts gekauft, sondern habe auch die Zeit genutzt, um noch einmal rigoros zu entrümpeln. Angefangen beim Keller, über Küchen- und Kleiderschränke bis hin zum Badezimmer. Denn irgendwie gehört das scheinbar zusammen, weniger zu kaufen, und zeitgleich auch weniger zu besitzen- eine Symbiose, die für mich durchaus viele Vorteile mit sich bringt. Auch habe ich in dieser Zeit festgestellt, wie schön es ist, hochwertige Dinge zu besitzen, die nicht alle naselang kaputt gehen und ersetzt werden müssen. Schont Ressourcen und auch Nerven. Natürlich werde ich weiterhin…

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Konsumfasten 4- Von der Einfachheit des Seins

Irgendwie gefällt mir grade der Begriff „Konsumfasten“ nicht mehr. Enthaltsamkeit, Verzicht und Verbote sind für mich eng mit Fasten verknüpft, Begriffe, die mir eher negative Assoziationen malen. Aber richtig negativ fühlt sich in meiner nun dreiwöchigen Konsumfastenphase nichts an. Im Gegenteil, ich habe das Gefühl, als hätte ich mehr Freiheit gewonnen. Freiheit, die ich im vergangenen Jahr schon einmal in dieser Form verspürt habe. In dieser Zeit war ich für vier Wochen in Vietnam unterwegs, nur mit dem Nötigsten ausgestattet, 8,6 Kilo zeigte die Kofferwaage am Flughafen bei Abflug an. Ein paar Kleidungsstücke für verschiedene Wetterbedingungen, Hygieneartikel, Visum und Reisepass und ein Notizbuch, mehr war für die vier Wochen in…

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Konsumfasten 3- Jetzt ist irgendwann!

Momentan fühlt sich alles ein bisschen an wie Weihnachten. Das Weihnachten einer Siebenjährigen, die sich über die Geschenke unterm Tannenbaum noch richtig freuen kann. So hagelt es seit ein paar Tagen Geschenke. Und die sind sogar richtig gut versteckt, vielleicht sind es doch vielmehr Ostergeschenke. Im Kleiderschrank finde ich ein bezauberndes Kleid, welches zwischen einigen anderen gut versteckt hängt. Im Bücherregal ein Yogabuch, nach dessen Inhalt ich schon lange gesucht habe. Im Küchenschrank findet sich plötzlich die perfekte Glaskaraffe für den selbstgepressten Saft und im Badregal steht ein tolles Parfüm, dessen Duft bestens zum nahenden Frühling passt. Weder der Weihnachtsmann, noch der Osterhase haben diese Geschenke gebracht, nein, es sind…

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Konsumfasten 2- Alternativen

Eine Woche ist vergangen. Ich habe Geld, von welchem ich normalerweise sicherlich das ein oder andere Kleidungsstück, Haushaltsartikel, Zeitschriften oder irgendeine andere Sache gekauft hätte. Auch wenn es mir bei dem Fastenmonat nicht unbedingt um Geldsparen geht, ich spare trotzdem. Quasi als Bonus. Vorab hatte ich mir sogar eine Art Ersatzplan gemacht. Falls mich doch der Einkaufswahnsinn überkommen sollte. Quasi zur Beruhigung. Alternatives „Einkaufen“ ohne Geld auszugeben. Sollte mir in dieser Zeit der Lesestoff, würde ich in die Stadtbibliothek gehen und mir ein Buch oder Zeitschriften ausleihen. Sollte ich beispielsweise all meine Teller beim Abwasch kaputtmachen, hatte ich ebenfalls Alternativen gefunden. So hatte ich eine Kiste überflüssiger Dinge aus meinem Haushalt…

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Konsumfasten- einfach mal nichts kaufen

Konsumfasten- einfach mal nichts kaufen

Konsumfasten- die Erste.. Im Laufe eines Lebens sammelt sich ja doch eine Menge Zeug an. Dinge, die man irgendwann mal gekauft hat, weil man meinte, sie zu brauchen. Dinge, die irgendwann mal zu Ballast werden. Für mich isolierte bei vielem bald nur noch die „Last“. Es nervte mich, wenn ich beispielsweise für eine Abendwanderung meine Kopflampe suchte und mich erst einmal durch ein Arsenal von Taschen, eventuell irgendwann benötigten Campingsachen oder einfach nur Dingen, die „zu schade zum Wegwerfen“ sind, wühlen musste. Um dann festzustellen, dass die Batterien leer waren um dann eine erneute Suche ähnlichem Ausmaßes nach funktionierenden Batterien zu beginnen. Oft bin ich dann einfach ohne die doch…

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